Kinder spielen das Leben

28. Mai 2010

"Mach vorwärts! Wir haben keine Zeit, wir müssen los!" - Bild: Angels Book

Alles, was unsere Buben sehen, hören und erleben, wird spielerisch umgesetzt. Sei es das Backen imaginärer Muffins in der eigenen Kinderküche, das fürsorgliche Pflegen des vermeintlich erkrankten Plüschhasen oder das Waschen des gesamten Wagenparks in einer improvisierten Autowaschanlage – am liebsten spielen sie das Leben nach.

Wie wichtig das Spiel für Kinder ist, zeigt der von IKEA initiierte Playreport eindrücklich auf. Dieser entkräftet zum Teil Vorurteile und weist zum Beispiel darauf hin, dass 9 von 10 Kindern lieber mit den Eltern spielen als fernzusehen oder im Internet zu surfen. Andererseits bestätigt der Bericht, dass Eltern oft zu stark unter Stress stehen, um zu spielen. Und selbst wenn die Eltern sich die Zeit zum Spielen nehmen, fühlen sie sich dennoch zu stark abgelenkt, um dies auch geniessen zu können.

Kennen wir das? „Mach vorwärts! Wir haben keine Zeit, wir müssen längst los!“ Ja, Kinder spielen das Leben. Und zwar genau so, wie sie es erleben!

Wenn Sie jetzt auch grad die Lust gepackt hat, ihr eigenes Familienspiel wieder aufleben zu lassen, könnten Sie damit möglicherweise nicht nur die Herzen Ihrer Kinder gewinnen, sondern einen IKEA-Gutschein dazu!


Stille Wasser gründen tief

14. April 2010

"Neues Geschirr wär eh mal ein Thema...!" - Bild: Angels Book

Es ist schon kurios, wie sich das ganze Umfeld bei einem Familiendrama verhält. Jedes Mal ist es so, dass in einem ersten Schritt alle behaupten, sie seien schockiert und hätten nie und nimmer mit so etwas gerechnet. Nicht, dass sie besonders neugierig seien, aber man hätte die Familie wirklich nie streiten gesehen oder gehört. Hätte das Ehepaar das Heu nicht auf der gleichen Bühne gehabt, hätten sie es bestimmt mitbekommen, selbst wenn sie nicht besonders darauf geachtet hätten. Sie sei doch so ein liebes Mami und er ein so aufgestellter Typ gewesen – dem Beobachten nach.

Manchmal sprienzelt man eben doch etwas, gell? Denn ohne eigenes Dazutun wird kaum einem Dritten zugetragen, dass die Frau den Mann oft provoziert haben soll, wenn er nach Hause kam. Und wie sonst kann ein Aussenstehender ausfindig machen, dass der Ehegatte aus dem gemeinsamen Bett auf den Estrich ausquartiert worden sei?

Wir machen es unserem Umfeld zum Vornherein etwas einfacher. Bei uns muss niemand speziell hinhören oder hinschauen, geschweige denn ausgeklügelte Fragetechniken beherrschen oder gar auf Facebook nachschlagen, um Interna zu erfahren. Wir pflegen eine durch und durch transparente Kommunikationskultur, sowohl gegen innen wie gegen aussen, und lügen uns nicht glücklich, wenn wir dies grad mal nicht sind. Wenn wir feiern, knallen unsere Korken lauter, und wenn wir streiten, fliegen bei uns die Teller nicht nur an Silvester von den Wänden wie in Neapel, sondern so oft wie eben nötig.

Diesbezüglich sind wir durch und durch Südländer: Haben wir etwas zu sagen, dann tun wir das laut und deutlich. Das mag befremdend sein, dafür muss sich aber auch niemand ernsthafte Sorgen um uns machen. Getreu den Sprichwörtern: «Was sich liebt, zankt sich» oder noch besser: «Hunde, die bellen, beissen nicht!»