Ein Tag mit dir ist immer schön!

27. Mai 2010

"Aber Papi, wo ist eigentlich Mamma?" - Bild: Angels Book

Der kleine Bär Krümel liebt es, seine Tage mit seinem grossen Bär verbringen zu dürfen! Zusammen aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, spielen und zusammen müde ins Bett fallen – es sind die alltäglichen Dinge, die Kinder so gerne mit ihren Eltern – bzw. am liebsten mit Papi – unternehmen. Ganz gemütlich. Ohne Stress.

Eine liebliche Geschichte, die am besten grad vom Papi erzählt wird. Mit dem Risiko, dass irgendwann dann doch mal nach dem Verbleib der Mutter gefragt wird…!

Das Bilderbuch ist mit herrlichen ganzseitigen Bildern ausgestattet. Die kurzen Texte sind in liebevollen Reimen geschrieben und passen hervorragend zu den Bildern. Ein wunderbares und sehr schönes Bilderbuch für die Kleinsten!

Von Nele Moost und Michael Schober, erschienen bei Esslinger Verlag, ISBN: 3-480-21742-7, 24 Seiten, ab ca. 3 Jahre


„Was ist nur aus Papi geworden?“

18. Mai 2010

Wenn verheiratete Mütter plötzlich zu Alleinerziehenden mutieren und sich nur noch stumm um die Kinder und um den Haushalt kümmern,

wenn Väter die alleinige Herrschaft über den Fernseher besitzen und nur noch dann den Mund öffnen, um zu johlen oder zu fluchen,

wenn Kinder sich wundern, weshalb plötzlich so viele vergessen geglaubte Freunde zu Besuch kommen, um mit ihren Vätern auf dem Sofa zu hängen und in die Kiste zu schauen,

tja dann, dann ist definitiv Fussball-WM!

„Hopp, Schwiiz!Forza Italia!“

"...mh, Gruppe F und Gruppe H..." - Bild: Angels Book


Die Qual der Nichtwahl

21. April 2010

"Stilettos oder Eisenbahn?" - Bild: Angels Book

Letzte Woche hat sich eine Journalistin im «Tages-Anzeiger» über die Arroganz von Müttern ausgelassen. Mütter gingen davon aus, dass sie das richtigere Leben führten als kinderlose Frauen, die sich noch in einer Art Provisorium vor dem Familienleben befänden. Die unerträgliche Arroganz der Mütter liege darin, dass diese keine Chance verpassten, ihre Haltung kinderlosen Frauen gegenüber unter die Nase zu binden. Bei jeder Gelegenheit schlügen Mütter in die gleiche Kerbe ein: «Wann ist es bei dir so weit?» Jedes Mal fühlten sich die kinderlosen Frauen herabgesetzt.

Mit Herabsetzung hat diese Frage kaum etwas zu tun, sondern vielmehr mit Neugier und Interesse für das Gegenüber. Das Problem ist nur, dass vermeintlich gewollt kinderlose Frauen ab einem gewissen Alter unter Verfolgungswahn leiden. Da man sich selbst ständig mit der Frage beschäftigt, ob es nicht an der Zeit wäre, ein Kind zu zeugen, und ob man dies auch mit der letzten Konsequenz wolle, hört man aus jeder ähnlich gearteten Frage stille Vorwürfe, selbst da, wo keine sind.

Der grösste Frust für vermeintlich gewollt kinderlose Frauen stellt die Konfrontation mit der eigenen Unentschlossenheit dar, mit der Unfähigkeit, einen Entscheid zu fällen, der weitreichende und unwiderrufliche Folgen hat. Mit jeder Vertagung dieses Entscheids wächst die Frustration mit der Erkenntnis, dass einem niemand die Entscheidung abnehmen wird.

Zu sehen, dass andere nicht nur den Mut, sondern vor allem die Entschlossenheit an den Tag gelegt haben, diesen einschneidenden Schritt zu gehen, nagt am eigenen Selbstwertgefühl und erhebt jede noch so höfliche Nachfrage zu einem Angriff auf die eigene Person und auf die eigene Entscheidungsfreiheit.

Genau diese steht ihnen aber im Weg, und deshalb sind vermeintlich gewollt kinderlose Frauen frustriert. Mit Arroganz von Müttern hat dies nichts zu tun.

Ihre Meinung zu diesem Thema interessiert mich – geben Sie Ihren Kommentar dazu ab! Danke.