Kinder spielen das Leben

28. Mai 2010

"Mach vorwärts! Wir haben keine Zeit, wir müssen los!" - Bild: Angels Book

Alles, was unsere Buben sehen, hören und erleben, wird spielerisch umgesetzt. Sei es das Backen imaginärer Muffins in der eigenen Kinderküche, das fürsorgliche Pflegen des vermeintlich erkrankten Plüschhasen oder das Waschen des gesamten Wagenparks in einer improvisierten Autowaschanlage – am liebsten spielen sie das Leben nach.

Wie wichtig das Spiel für Kinder ist, zeigt der von IKEA initiierte Playreport eindrücklich auf. Dieser entkräftet zum Teil Vorurteile und weist zum Beispiel darauf hin, dass 9 von 10 Kindern lieber mit den Eltern spielen als fernzusehen oder im Internet zu surfen. Andererseits bestätigt der Bericht, dass Eltern oft zu stark unter Stress stehen, um zu spielen. Und selbst wenn die Eltern sich die Zeit zum Spielen nehmen, fühlen sie sich dennoch zu stark abgelenkt, um dies auch geniessen zu können.

Kennen wir das? „Mach vorwärts! Wir haben keine Zeit, wir müssen längst los!“ Ja, Kinder spielen das Leben. Und zwar genau so, wie sie es erleben!

Wenn Sie jetzt auch grad die Lust gepackt hat, ihr eigenes Familienspiel wieder aufleben zu lassen, könnten Sie damit möglicherweise nicht nur die Herzen Ihrer Kinder gewinnen, sondern einen IKEA-Gutschein dazu!


Zweisamkeit nach Plan

31. März 2010

"Die Wäsche kann warten!" - Bild: Angels Book

Selbst wenn es längst nicht alle Eltern zugeben, bleibt es eine Tatsache: Das Liebesleben wird durch das Familienleben stark beeinträchtigt, wenn nicht sogar verunmöglicht. Es ist nicht einfach, inmitten aller libidohemmenden Ereignisse Zeit und vor allem Kraft für Zweisamkeit zu finden. Und wenn sich dann doch irgendwo ein kleines Zeitfenster finden lässt, auf Kommando auch noch Lust dazu zu verspüren.

Werktags sind das Familienoberhaupt und ich nach den langen, an unsere Substanz gehenden Tagen abends meist einfach zu müde. An den Wochenenden, die sich für uns im Übrigen nicht wirklich von Werktagen unterscheiden, kämpfen wir nicht selten mit dem Phänomen der «Leisure Sickness» – ist der Druck kurz etwas weg, wird man prompt krank! Und wenn sich dann ausnahmsweise alles im grünen Bereich bewegt und Avancen halbwegs realistische Aussichten auf Erfolg haben, kommt Murphys Gesetz zum Tragen: «Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.» Häufig äussert sich dies entweder in einem nächtlichen Hustenanfall des Kleinen oder einem lauten Traumgespräch des Grossen, was uns nullkommaplötzlich wieder auf den Boden der Realität zurückholt.

So reduzieren sich realistische Chancen auf traute Zweisamkeit auf sturmfreie Nächte, die leider nicht sehr häufig organisierbar sind und ausserdem auch von weiteren Launen der Natur – wie solche, die eine Frau monatlich heimsuchen – zerstört werden können.

Bei allen Erschwernissen bin ich aber froh, dass ich wenigstens die ganzen Bemühungen nicht auch noch auf den Waschplan abstimmen muss. Wie eine Bekannte von mir, die bei aller Leidenschaft für die schönste Nebensache der Welt lieber bis zu ihrem Waschtag wartet, um dann die Sache mit der Bettwäsche gleich wieder in Ordnung bringen zu können!