Kinder spielen das Leben

31. Mai 2010

"Der Hase hat Fieber, ich gebe ihm ein Zäpfli!" - Bild: Angels Book

Alles, was unsere Buben sehen, hören und erleben, wird spielerisch umgesetzt. Sei es das Backen imaginärer Muffins in der eigenen Kinderküche, das fürsorgliche Pflegen des vermeintlich erkrankten Plüschhasen oder das Waschen des gesamten Wagenparks in einer improvisierten Autowaschanlage – am liebsten spielen sie das Leben nach.

Wie wichtig das Spiel für Kinder ist, zeigt der von IKEA initiierte Playreport eindrücklich auf. Dieser entkräftet zum Teil Vorurteile und weist zum Beispiel darauf hin, dass 9 von 10 Kindern lieber mit den Eltern spielen als fernzusehen oder im Internet zu surfen. Andererseits bestätigt der Bericht, dass Eltern oft zu stark unter Stress stehen, um zu spielen. Und selbst wenn die Eltern sich die Zeit zum Spielen nehmen, fühlen sie sich dennoch zu stark abgelenkt, um dies auch geniessen zu können.

Kennen wir das? „Mach vorwärts! Wir haben keine Zeit, wir müssen längst los!“ Ja, Kinder spielen das Leben. Und zwar genau so, wie sie es erleben!

Wenn Sie jetzt auch grad die Lust gepackt hat, ihr eigenes Familienspiel wieder aufleben zu lassen, könnten Sie damit möglicherweise nicht nur die Herzen Ihrer Kinder gewinnen, sondern einen IKEA-Gutschein dazu!

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Ein Tag mit dir ist immer schön!

27. Mai 2010

"Aber Papi, wo ist eigentlich Mamma?" - Bild: Angels Book

Der kleine Bär Krümel liebt es, seine Tage mit seinem grossen Bär verbringen zu dürfen! Zusammen aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, spielen und zusammen müde ins Bett fallen – es sind die alltäglichen Dinge, die Kinder so gerne mit ihren Eltern – bzw. am liebsten mit Papi – unternehmen. Ganz gemütlich. Ohne Stress.

Eine liebliche Geschichte, die am besten grad vom Papi erzählt wird. Mit dem Risiko, dass irgendwann dann doch mal nach dem Verbleib der Mutter gefragt wird…!

Das Bilderbuch ist mit herrlichen ganzseitigen Bildern ausgestattet. Die kurzen Texte sind in liebevollen Reimen geschrieben und passen hervorragend zu den Bildern. Ein wunderbares und sehr schönes Bilderbuch für die Kleinsten!

Von Nele Moost und Michael Schober, erschienen bei Esslinger Verlag, ISBN: 3-480-21742-7, 24 Seiten, ab ca. 3 Jahre


Am Ende sind alle traurig

26. Mai 2010

"Schade, gibts keine Verlängerung...!" - Bild: Angels Book

Wenn Kinder weinen, beschuldigt man sie meist des wiederholten provokativen Trotzens. Dass Kinder aber auch weinen, weil sie einfach traurig sind, vergisst man gern. Unsere Buben zum Beispiel sind traurig und weinen, wenn sie abends ihr Fussballspiel abbrechen müssen oder wenn ihr Lieblingsfilm oder das Wochenende bei den Nonni zu Ende gehen.

Kinder haben Mühe, wenn etwas Schönes, das ihnen erst grad noch so viel Freude bereitet hat, plötzlich zu Ende gehen soll. Diesem Gefühl von Hilflosigkeit geben sie mit trotzigem Weinen Ausdruck. Zum Ärger der Eltern, die – bei allem Mitgefühl – manchmal die Nase einfach nur voll haben vom ewigen Lamento. In ihrer Hilflosigkeit versuchen sie zu erklären, dass morgen auch ein Tag ist und dass man noch viele Male Fussball spielen, Filme schauen und die Nonni besuchen wird.

Da Kinder aber im Hier und Jetzt leben, prallen alle Appelle an ihre Vernunft dumpf ab. Also wenden Eltern in ihrer Verzweiflung die Ablenkungsstrategie an und geraten vom Regen in die Traufe. Denn die in Aussicht gestellte Gutenachtgeschichte als Belohnung fürs sofortige und widerstandslose Folgen wird – selbst in der Extended Version erzählt – auch ihr Ende finden und die Grundlage für ein erneutes Trauerweinen schaffen.

Eltern langen sich an den Kopf und fragen sich, ob es wirklich so schlimm sein kann. Bis wir selber Ähnliches erleben, was seltener vorkommt, aber uns deswegen nicht minder traurig und melancholisch stimmt. So, wenn das ursprünglich unendlich lange scheinende kinderlose Wochenende sich dem Ende zuneigt. Oder wenn nach wochenlangem Mitfiebern der Champions-League Final nach 90 Minuten zu Ende geht und der ganze Spuk vorbei ist. Auch uns hilft kein Appell an den Verstand und schon gar keine Ablenkungsstrategie. Diesbezüglich leben auch wir im Hier und Jetzt: Das nächste kinderlose Wochenende scheint unerreichbar fern, die nächste Champions- League gar utopisch!


Freunde? Was ist das?

22. Mai 2010

So einfach ist das leider nicht... - Bild: Das Magazin

Ehemalige Freunde, die (noch) keine Kinder haben, kommen nur noch dann zu Besuch, wenn sie wirklich keine Ausrede mehr auf Lager haben, weshalb sie immer verhindert sein sollen. Also höchst selten.

Wie schwierig es ist, als Familie mit Menschen ohne Kinder befreundet zu sein, beschreibt Christian Seiler auf eindrückliche Art und Weise im Tagi-Magi Artikel „Fremde Freunde“.

Diese Passage trifft den Nagel genau auf den Kopf:

„Der springende Punkt war, dass uns irgendwann auffiel, wie sehr wir uns verstellten. Warum mussten wir eigentlich so tun, als wären wir frei von allen Zwängen, wenn wir doch gerade freiwillig und mit grosser Freude eine Entscheidung getroffen hatten, von der wir schliesslich gewusst hatten, dass sie Konsequenzen hat? Dass die Konsequenzen weitreichender sind, als wir gedacht hatten, konnte schliesslich nicht dadurch neutralisiert werden, dass wir sie einfach ignorierten.
Wir blieben trotzdem ziemlich unternehmungslustig. Vielleicht machten wir nicht jede Sause mit, bis alle auf dem Tisch tanzten. Vielleicht liessen wir die eine oder andere Einladung unauffällig aus. Aber wir blieben auf Empfang. Das hatte allerdings keine Auswirkungen auf unsere Freundschaften zu Paaren ohne Kinder. Die lösten sich nämlich höflich, aber bestimmt in Luft auf. “

Am besten also, sich nur noch mit Menschen zu befreunden, die Kinder haben? Auch das ist leider nicht so einfach.

Denn Freunde, die auch Kinder haben, kommen nur noch dann zu Besuch, wenn sie nicht gerade an einer Krankheit oder einer Phase rum machen – also sozusagen auch nie.

Zum Glück hilft da der verbindende Fussball…!

Was für Erfahrungen haben Sie mit Freundschaften und Familie gemacht?


Unser erster Obstgarten

20. Mai 2010

"Hilfe! Der Rabe kommt!" - Bild: Angels Book

Dass Kinder nicht gerne verlieren, ist bekannt.  Dass es Väter auch nicht besser können, wird oft verschwiegen.

Und da wir alle Hitzköpfe sind, habe ich kürzlich ein Spiel gekauft, bei welchem entweder alle gemeinsam gewinnen oder alle gemeinsam verlieren. Und zwar gegen einen Raben, der sich an das Obst im gemeinsamen Obstgarten heran machen will.

Da dieses wunderbare Holzspiel bereits ab 2 Jahren gespielt werden kann, ist sogar der Kleine in der Lage mitzumachen und lernt dabei, Farben und Symbole zu erkennen und zu benennen. Derweil der Grosse und das Familienoberhaupt sich vorallem im Regelverständnis üben…

Dieses Spiel bringt es doch tatsächlich zustande, ein Wir-Gefühl entstehen zu lassen. Schade nur, dass wir nicht den lieben langen Tag spielen können…

HABA- Meine ersten Spiele – Erster Obstgarten. Erhältlich bei Franz Carl Weber.


„Was ist nur aus Papi geworden?“

18. Mai 2010

Wenn verheiratete Mütter plötzlich zu Alleinerziehenden mutieren und sich nur noch stumm um die Kinder und um den Haushalt kümmern,

wenn Väter die alleinige Herrschaft über den Fernseher besitzen und nur noch dann den Mund öffnen, um zu johlen oder zu fluchen,

wenn Kinder sich wundern, weshalb plötzlich so viele vergessen geglaubte Freunde zu Besuch kommen, um mit ihren Vätern auf dem Sofa zu hängen und in die Kiste zu schauen,

tja dann, dann ist definitiv Fussball-WM!

„Hopp, Schwiiz!Forza Italia!“

"...mh, Gruppe F und Gruppe H..." - Bild: Angels Book


Früh übt sich, wer ein Meister werden will

18. Mai 2010

"Mamma, die Grätschüeli gfalled mer nöd so...!" - Bild: Angels Book

Die Gesundheitsförderung Schweiz empfiehlt, dass sich Kinder täglich mindestens eine Stunde lang bewegen sollen. Neben vielen Tipps wie zum Beispiel, dass Kinder zu Fuss zur Schule gehen oder dass Kinderzimmer spiel- und bewegungsfreundlich eingerichtet werden sollten, wird Eltern empfohlen, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen, um eine gesunde Entwicklung der Bewegungsfreude sicher zu stellen.

Nicht, dass wir bei unseren Wirbelwinden ein Problem hätten, diesen Mindestwert zu erreichen. Im Gegenteil! Dennoch bauen wir ganz bewusst klar definierte „Bewegungseinheiten“ in unseren Familienalltag ein – und machen selbstverständlich selber auch mit.

Wie zum Beispiel beim samstäglichen Schwimmen oder beim MuKi-Turnen am Freitag. Dass ich dabei grad auch etwas für meine Figur tun kann, kommt mir grad gelegen…

Weitere Angebote für MuKi- oder VaKi-Turnen im Kanton Zürich finden Sie beim SVKT-Frauensportverband.

Beim Sportamt der Stadt Zürich gibt es zusätzliche Anregungen für sportliche Aktivitäten.