Ein Tag mit dir ist immer schön!

27. Mai 2010

"Aber Papi, wo ist eigentlich Mamma?" - Bild: Angels Book

Der kleine Bär Krümel liebt es, seine Tage mit seinem grossen Bär verbringen zu dürfen! Zusammen aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, spielen und zusammen müde ins Bett fallen – es sind die alltäglichen Dinge, die Kinder so gerne mit ihren Eltern – bzw. am liebsten mit Papi – unternehmen. Ganz gemütlich. Ohne Stress.

Eine liebliche Geschichte, die am besten grad vom Papi erzählt wird. Mit dem Risiko, dass irgendwann dann doch mal nach dem Verbleib der Mutter gefragt wird…!

Das Bilderbuch ist mit herrlichen ganzseitigen Bildern ausgestattet. Die kurzen Texte sind in liebevollen Reimen geschrieben und passen hervorragend zu den Bildern. Ein wunderbares und sehr schönes Bilderbuch für die Kleinsten!

Von Nele Moost und Michael Schober, erschienen bei Esslinger Verlag, ISBN: 3-480-21742-7, 24 Seiten, ab ca. 3 Jahre


Am Ende sind alle traurig

26. Mai 2010

"Schade, gibts keine Verlängerung...!" - Bild: Angels Book

Wenn Kinder weinen, beschuldigt man sie meist des wiederholten provokativen Trotzens. Dass Kinder aber auch weinen, weil sie einfach traurig sind, vergisst man gern. Unsere Buben zum Beispiel sind traurig und weinen, wenn sie abends ihr Fussballspiel abbrechen müssen oder wenn ihr Lieblingsfilm oder das Wochenende bei den Nonni zu Ende gehen.

Kinder haben Mühe, wenn etwas Schönes, das ihnen erst grad noch so viel Freude bereitet hat, plötzlich zu Ende gehen soll. Diesem Gefühl von Hilflosigkeit geben sie mit trotzigem Weinen Ausdruck. Zum Ärger der Eltern, die – bei allem Mitgefühl – manchmal die Nase einfach nur voll haben vom ewigen Lamento. In ihrer Hilflosigkeit versuchen sie zu erklären, dass morgen auch ein Tag ist und dass man noch viele Male Fussball spielen, Filme schauen und die Nonni besuchen wird.

Da Kinder aber im Hier und Jetzt leben, prallen alle Appelle an ihre Vernunft dumpf ab. Also wenden Eltern in ihrer Verzweiflung die Ablenkungsstrategie an und geraten vom Regen in die Traufe. Denn die in Aussicht gestellte Gutenachtgeschichte als Belohnung fürs sofortige und widerstandslose Folgen wird – selbst in der Extended Version erzählt – auch ihr Ende finden und die Grundlage für ein erneutes Trauerweinen schaffen.

Eltern langen sich an den Kopf und fragen sich, ob es wirklich so schlimm sein kann. Bis wir selber Ähnliches erleben, was seltener vorkommt, aber uns deswegen nicht minder traurig und melancholisch stimmt. So, wenn das ursprünglich unendlich lange scheinende kinderlose Wochenende sich dem Ende zuneigt. Oder wenn nach wochenlangem Mitfiebern der Champions-League Final nach 90 Minuten zu Ende geht und der ganze Spuk vorbei ist. Auch uns hilft kein Appell an den Verstand und schon gar keine Ablenkungsstrategie. Diesbezüglich leben auch wir im Hier und Jetzt: Das nächste kinderlose Wochenende scheint unerreichbar fern, die nächste Champions- League gar utopisch!


Früh übt sich, wer ein Meister werden will

18. Mai 2010

"Mamma, die Grätschüeli gfalled mer nöd so...!" - Bild: Angels Book

Die Gesundheitsförderung Schweiz empfiehlt, dass sich Kinder täglich mindestens eine Stunde lang bewegen sollen. Neben vielen Tipps wie zum Beispiel, dass Kinder zu Fuss zur Schule gehen oder dass Kinderzimmer spiel- und bewegungsfreundlich eingerichtet werden sollten, wird Eltern empfohlen, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen, um eine gesunde Entwicklung der Bewegungsfreude sicher zu stellen.

Nicht, dass wir bei unseren Wirbelwinden ein Problem hätten, diesen Mindestwert zu erreichen. Im Gegenteil! Dennoch bauen wir ganz bewusst klar definierte „Bewegungseinheiten“ in unseren Familienalltag ein – und machen selbstverständlich selber auch mit.

Wie zum Beispiel beim samstäglichen Schwimmen oder beim MuKi-Turnen am Freitag. Dass ich dabei grad auch etwas für meine Figur tun kann, kommt mir grad gelegen…

Weitere Angebote für MuKi- oder VaKi-Turnen im Kanton Zürich finden Sie beim SVKT-Frauensportverband.

Beim Sportamt der Stadt Zürich gibt es zusätzliche Anregungen für sportliche Aktivitäten.


Hey, das ist UNSER Tag!

15. Mai 2010

"Gits da au Gschänkli?" - Bild: sos-kinderdorf.de

Die UNO hat den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie bestimmt. Dieser Tag soll die Gelegenheit schaffen, auf die Wichtigkeit der erbrachten Leistungen der Familien hinzuweisen:

„Ohne die vielfältigen Leistungen der Familien wäre unser Land um vieles ärmer. In der Familie lernen wir grundlegende, wichtige Dinge wie füreinander Verantwortung zu übernehmen und Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Die Familie ist ein kostbares Unternehmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Kinder brauchen Zeit, Geborgenheit, Liebe, Beständigkeit. Eltern benötigen Gestaltungsraum, damit sie ihren vielfältigen Verantwortungen gerecht werden können. Das Unternehmen Familie hat für die Gesellschaft einen oft verkannten, unschätzbaren und unersetzbaren Wert. Das Unternehmen Familie investiert in die Zukunft der gesamten Gesellschaft, denn die Paare, die sich für Kinder entscheiden, tragen einen sehr bedeutenden Beitrag zum Wohlstand der kommenden Generationen bei.“

Wenigsten einmal im Jahr dürfen wir also hoch offiziell feiern!

Lesen Sie das ganze Statement von Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz zum Thema Familie oder die Pressemitteilung von profamilia!

Bei SOS-Kinderdorf finden Sie eindrückliche Kinderstimmen zum Internationalen Familientag.


Wer genau ist hier im Nachteil?

24. März 2010

"Habe ich jetzt eine 2 am Rücken?" - Bild: Angels Book

Studien besagen, dass die Geschwisterposition, in der ein Kind geboren ist, viel wichtiger für seine Entwicklung ist als der Einfluss, den die Eltern überhaupt ausüben können. Konkret: Als Eltern kann man sich noch so Mühe geben, Liebe und Aufmerksamkeit auf zwei Kinder möglichst gerecht aufzuteilen, man kann es nur falsch machen!

Es heisst, dass man Erstgeborenen besondere Aufmerksamkeit schenken soll, da sich diese nach der Geburt eines Geschwisters entthront vorkommen. Wir haben diese Gefahr ernst genommen und uns nach der Geburt des Kleinen speziell um den Grossen gekümmert. Mit dem Resultat, dass der Kleine zeitweise schon fast in Vergessenheit geraten ist. Da klingt es wie Hohn, wenn man dann liest, man müsse aufpassen, bei Zweitgeborenen nicht einfach nur noch beiläufig zu registrieren, was man beim Ersten noch gemeinsam mit der ganzen Verwandtschaft gefeiert habe.

So haben wir uns anlässlich des zweiten Geburtstags des Kleinen vorgenommen, dass wirklich nur er im Mittelpunkt stehen und gefeiert werden soll. Dem Grossen haben wir lange im Voraus erklärt, dass er an diesem Tag keine Geschenke bekommen würde, da sein Geburtstag bald darauf folgen werde. Zu unserem Erstaunen hat der Grosse die Sache souverän gemeistert – im Gegensatz zu uns Erwachsenen.

Keiner von uns hat sich an die vereinbarten Regeln gehalten, und alle haben wir nebst dem Geschenk für den Kleinen auch ein kleines Geschenk für den Grossen organisiert. Weil dieser sich sonst vernachlässigt vorkommen könnte.

Nur logisch also, dass auf diese Weise Erstgeborene den Anspruch auf das Aufmerksamkeitsmonopol der Eltern nie aufgeben werden und Zweitgeborene stets das Gefühl begleiten wird, nur unbeachtete Mitläufer zu sein. Eine praxisnahere sich selbst erfüllende Prophezeiung gibts wohl gar nicht!