Rosige Aussichten für die Ehe

24. Mai 2010

Wie der Vater, so der Sohn! - Bild: Angels Book

Putzen und Kinderbetreuung senken offenbar die Scheidungsquote: Männer können laut einer Studie das Gelingen ihrer Ehe durch tatkräftige Mithilfe bei der Hausarbeit offenbar äussert positiv beeinflussen.  In einer von der London School of Economics (LSE) veröffentlichten Untersuchung von 3500 Paaren hatte jene Gruppe eine deutlich geringere Scheidungsquote, bei denen sich auch der Mann für die täglichen Pflichten wie Putzen, Einkaufen und Kinderbetreuung zuständig zeigte. Weitere Details zur Studie finden Sie hier.

Wohlan denn, in eine neue glückliche Ehe- und Familienwoche – Ihre Angelones!

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„Was ist nur aus Papi geworden?“

18. Mai 2010

Wenn verheiratete Mütter plötzlich zu Alleinerziehenden mutieren und sich nur noch stumm um die Kinder und um den Haushalt kümmern,

wenn Väter die alleinige Herrschaft über den Fernseher besitzen und nur noch dann den Mund öffnen, um zu johlen oder zu fluchen,

wenn Kinder sich wundern, weshalb plötzlich so viele vergessen geglaubte Freunde zu Besuch kommen, um mit ihren Vätern auf dem Sofa zu hängen und in die Kiste zu schauen,

tja dann, dann ist definitiv Fussball-WM!

„Hopp, Schwiiz!Forza Italia!“

"...mh, Gruppe F und Gruppe H..." - Bild: Angels Book


Angeboren oder anerzogen?

12. Mai 2010

"Ich bin Speed!" - Bild: Angels Book

Um längere Autofahrten zu überbrücken, haben das Familienoberhaupt und ich schon etliche Spiele erfunden. Vom Automarkenlernen über Tunnelein- und -ausfahrten zählen bis hin zum Farbenraten an Verkehrsampeln – für jede Situation haben wir das passende Autospiel parat. Hinter jedem Spiel versteckt sich nicht zuletzt auch die Absicht, einfach und entspannt den Buben das eine oder andere beizubringen.

Da der Grosse nun auch die zweistelligen Zahlen entdeckt hat, haben wir ihm kürzlich erklärt, dass man bei Verkehrssignalen mit Zahlen in roten Kreisen abbremsen muss und bei Zahlen in schwarzen Kreisen wieder beschleunigen darf.

Logisch, dass der Schläuling dieses Spiel liebt und es nun in höchstem Masse geniesst, von seinem Kindersitz aus dem jeweiligen Fahrer zu diktieren, wann er zu bremsen und wann er zu beschleunigen hat. Und wen wunderts, dass er vor allem von der Sache mit den schwarzen Zahlen und mit dem Gasgeben angetan ist?

«Papi, lueg, det chunnt äs schwarzes 80. Mach Füür!» Nach seiner Vorstellung soll das Familienoberhaupt wie «Lightnin’ Mc Queen», dem Idol der Buben aus dem Kinderfilm «Cars», so auf das Pedal treten, dass aus dem Auspuff Feuerzungen schlagen und es ihm in der Folge gelingt, den hinterhältigen Konkurrenten „Chick Hicks“ im alles entscheidenden Rennen zu überholen.

«He, das isch keis Ränne! Das isch nöd de Piston Cup! Wotsch, dass de Papi en Unfall macht?» «Nei, ich will, dass du de VW det schnappsch, hopp, mach!»

Oh je, haben wir mit diesem gut gemeinten Spiel bereits den Grundstein für eine Raserkarriere gelegt? Wie dem auch sei – ich habe bereits Gegensteuer gegeben und mich mit zwei Verkehrsspielen eingedeckt. Ab morgen wird Verkehrskunde auf pädagogisch korrekte Weise betrieben!

Damit wird ab sofort Gegensteuer gegeben!


Das Kind im Manne (2)

3. Mai 2010

"...eigentlich dachte ich, der Bobby-Car hätte ausgedient..." - Bild: Angels Book

Während ich am Wochenende es einfach nur genoss, mich ausnahmsweise wieder einmal mit „Erwachsenen-Sachen“ beschäftigen zu können, haben andere offenbar keine anderen Sorgen, als sich völlig freiwillig mit Kinderspielsachen abzugeben.

Die Welt ist irgendwie verkehrt.

"...aber so wies aussieht, wird ihn das Familienoberhaupt zu neuem Leben erwecken...! - Bild: Tages-Anzeiger

Von Kindheitserinnerungen und Plastikflitzern….


Das Kind im Manne

1. Mai 2010

"...noch vier und dann hab ichs voll!" - Bild: Angels Book

Männer sind Jäger und Frauen Sammler?

Alle zwei Jahre ist das anders – zumindest bei uns.

Im Normalfall würde ich mich über ein solches Verhalten des Familien-oberhaupts schon ziemlich lustig machen. Nicht aber, wenn es sich bei den Sammelobjekten um die kultigen „tschuttiheftli„-Sticker handelt: Diese Bilder sind nicht nur wahre Kunstwerke, sondern erfüllen auch einen guten Zweck!

Da drücke ich noch so gerne beide Augen zu und binde mein Mundwerk anstandslos zurück!


Donald Ducks Cabrio

28. April 2010

"Mamma, wieso hät das Auto keis Dach, wieso?" - Bild: youtube.com

Aus der Forschung ist bekannt, dass das Gehirn ständig eine riesige Menge an Informationen verarbeitet, die über etliche Millionen Nervenfasern ein und aus gehen. Intern ermöglicht eine Vernetzung von Neuronen eine korrekte Verarbeitung der Informationen. Das Hinzufügen von neuem Wissen entsteht durch Bahnung neuer Verbindungen mit dem Ziel, das neuronale Netzwerk zu verbessern. Vor allem bei Kindern ist dies ein ständiger Prozess, wie mir kürzlich bewusst wurde:

Wir flanieren für einmal alle zufrieden über die Quaibrücke in Richtung See und geniessen die ersten Sonnenstrahlen dieses Jahres. Trotz Idylle sehe ich mich mehrmals gezwungen, den Störefried zu spielen und die Buben zu ermahnen, ihre Kragen hochzustellen und ihre Kappen über die Ohren zu ziehen, denn es bläst eine tückische Bise. Sehnsüchtig denke ich, dass wir uns wohl noch etwas gedulden müssen, bis es wirklich warm wird.

Plötzlich schreit der Grosse: «Mamma, lueg, das Auto det, das isch ja kaputt!» und zeigt auffällig auf ein vorbeifahrendes Cabrio mit heruntergelassenen Scheiben.

Es bleibt keine Zeit zu erklären, dass Cabrios nichts mit dem Unfallauto zu tun haben, das er am Vortag mit abgetrenntem Dach auf einem Abschleppwagen gesehen hat. Um eine Konfrontation mit dem stolzen und offensichtlich heissblütigen Fahrer zu vermeiden, drücke ich dem Grossen den immer noch auf das Cabrio zeigenden Arm herunter und erkläre: «Das Auto isch nöd kaputt. Das muess so si. Das isch äs ganz speziells Auto, wo mer dänn fahrt, wänns ganz schön warm isch. Halt so öppis wie de Donald Duck fahrt.»

Bevor ich reflektieren kann, was ich zum Besten gegeben habe, kontert der Grosse: «Mamma, aber es isch ja gar nöd warm. Wieso fahrt de Ma dänn am Donald Duck sis Auto?»

«Los, das mit Cabrio fahrendä Manne z mitzt im Winter – das erchlär ich dir äs anders Mal . . .»

Zum Trickfilm „Don Donald“


Die ganze Wahrheit (7)

9. April 2010

"Papi, ich mache dir einen Brunch!" - Bild: Angels Book

Frauen sind von Natur aus multitasking fähig.

Männer lernen diese Eigenschaft spätestens dann, wenn sie zu Hause arbeiten sollten, die Kinder aber nicht outgesourct sind…